Multimeda
- Multimedia: Begriff
- Multimedia: Hardware
- optische Laufwerke und Datenträger
1. Multimedia-Begriff
Merkmale von Multimedia:
- Computer sind dafür notwendig
- Es handelt sich oft um kontinuierliche Medien wie Sound oder Video
- Es wendet sich an mehrere unserer Sinne (Gehör, Gesicht, Gefühl)
- Es stellt hohe Anforderungen an die Technik (Rechnerleistung, Bandbreite,
Speicher).
- Es erfordert oft die Synchronisation mehrerer Datenströme
Definitionsversuch:
Multimedia ist das sinnvolle und zielgerichtete Zusammenwirken mehrerer
Medien.
Multimedia richtet die Aufmerksamkeit auf drei Aspekte:
- Das Gerät. Funktionen von Computer, Telefon, Fernsehen,
Unterhaltungselektronik sollen in einem Medium integriert werden.
- Die Information. Die Information (Test, Bilder, Sprache, Töne) wird in
digitaler Form (Bits) empfangen, gesendet, verknüpft, verändert.
- Die neue Sicht. Es werden "künstliche Welten" erzeugt, in denen man sich
bewegt.
2. Multimedia-Hardware
Heute kann man davon ausgehen, dass jeder neue PC multimediafähig ist. Da
Multimediaanwendungen speicher- und rechenintensiv sind, gilt: Je
leistungsfähiger der Rechner ist, desto bequemer (schneller) ist die Arbeit mit
Multimedia-Anwendungen.
Für Multimedia-Anwendungen sind vor allem folgende Hardware-Teile zu
erwähnen:
Beispiel: Informationsgehalt (Speicherbedarf der Information)

Nutzlast (Bit/bit)
(Information wird in Bit gemessen, bit = Anzahl der Nullen und Einsen)
| ASCII-Text: |
10 Byte |
| Bitmap: |
1000 Punkte * 1 Byte |
| Telefon: |
8.000 Byte |
| Audio-CD: |
44.100 Samples * 2 Byte * 2 |
| Video LQ: |
25 Bilder * 256 Spalten * 192 Zeilen * 3 Byte/Punkt = 3.686.400 Byte |
| TV HQ: |
25 Bilder * 705 Spalten * 625 Zeilen * 3 Byte/Punkt = 33.046.875 Byte |
Soundkarte
Eine Soundkarte ist vergleichbar mit einem Synthesizermodul, nur dass diese
direkt in einen Computer eingebaut wird und mit Hilfe eines Computerprogramms
und/oder einer externen Tastatur gespielt werden kann.
Zusätzlich bieten Soundkarten die Möglichkeit, Klänge oder Geräusche mit einem
anschließbaren Mikrophon aufzuzeichnen (digitale Tonaufzeichnung). Diese
Aufnahmen können dann mittels geeigneter Software bearbeitet und wiedergegeben
werden.
Um die Klänge der Soundkarte auch hören zu können, muss diese an einen
Verstärker mit Lautsprechern (z.B. Stereoanlage) angeschlossen werden oder man
verwendet Aktivboxen, welche direkt an der Soundkarte angeschlossen werden
können. Es gibt aber auch schon Soundkarten mit einem eingebauten Verstärker, an
diesen müssen nur noch Lautsprecher angeschlossen werden.
Die meisten Soundkarten besitzen folgende Anschlüsse :
- LINE IN: Zur digitalen Aufnahme von z.B. einer Stereoanlage.
- MIC: Zur digitalen Aufnahme von einem Mikrophon.
- LINE OUT: Anschluss für die Lautsprecher bzw. Stereoanlage.
- JOYSTICK: Anschluss für einen Joystick bzw. MIDI-Adapter (MIDI-IN und
MIDI-OUT).
- CD-ROM: Fast alle Soundkarten besitzen eine oder mehrere Schnittstellen
für den Anschluss eines CD-ROM-Laufwerkes.
- CD-Audio: Audio-Anschluss für ein CD-ROM Laufwerk.
- MIDI-Anschlüsse
- MIDI-IN ist der Dateneingang, er empfängt die MIDI-Informationen.
- MIDI-OUT ist der Datenausgang, er sendet MIDI-Informationen.
- MIDI-THRU ist ein Datendurchgang, er schleift die MIDI-Empfangsdaten,
die an MIDI-IN ankommen, durch, um sie an ein anderes MIDI-Instrument
weiterzuleiten. Den dritten Anschluss (MIDI-THRU) gibt es nicht an allen
MIDI-Instrumenten, da er nicht für alle Anwendungen unbedingt benötigt wird.
Bei diesen Instrumenten (oder auch Soundkarten) erledigt der Computer
(Software) die Weiterleitung des MIDI-Signals durch den MIDI-OUT Anschluss.

Bild einer Soundkarte

Grafik- bzw. Videokarte
Für eine rasche Bildbearbeitung ist eine leistungsfähige Grafikkarte zu
empfehlen.
Will man digitale Videos bearbeiten, dann ist eine spezielle Videokarte von
Vorteil. Der Unterschied zu Standard-Grafikkarten besteht vor allem in zwei
Bereichen:
- leistungsfähige Prozessoren und RAM auf der Karte ermöglichen eine
komfortable Videobearbeitung, der Prozessor des PC wird entlastet
- diverse Schnittstellen für Anschluss von Videokamera, Videorecorder etc.
Schnittstellen
Als besondere "Multimedia-Schnittstellen" seien erwähnt:
- IEEE 1394 (Firewire, i.link): eine schnelle Schnittstelle unter anderem
zur Kommunikation zwischen PC und DV-Camcorder
- optische Schnittstellen zur digitalen Tonübertragung
Schnittstellenvergleich:

3. Optische Laufwerke und Datenträger
Speicheraufwendige Multimediaanwendungen erfordern Datenträger mit hoher
Kapazität für die Weitergabe und Verbreitung. Hier eignen sich optische
Datenträger wie CD und DVD.
Praktisch jeder PC verfügt heute über wenigstens ein optisches Laufwerk. Hier
findet man vor allem:
- CD-ROM Laufwerk: es dient zum Lesen bzw. Abspielen von CDs
- CD-Brenner: es dient zum Beschreiben von Rohlingen
- DVD-ROM: Abspielen bzw. Lesen von DVD
- DVD-Brenner: Beschreiben von leeren DVD
- CD-ROM Laufwerk
- Es dient vor allem zum Abspielen von CDs (Compact Discs). CDs sind
optische Datenträger. Auf der Oberfläche wird Information digital
"eingebrannt". Das Lesen erfolgt mit einem LASER-strahl, der die Oberfläche
abtastet. Optische Laufwerke sind meist empfindlich gegen Erschütterungen und
der Zugriff ist relativ langsam.
Die Lesegeschwindigkeit wird mit einem Faktor im Vergleich zur
Abspielgeschwindigkeit einer Audio-CD angegeben. Diese Angabe ist immer eine
Maximalangabe, d.h. die durchschnittliche Geschwindigkeit ist weitaus
geringer.
- CD-Brenner (Writer)
- Der Brenner ermögliche neben dem Lesen von CDs auch das Beschreiben von
Rohlingen. Rohlinge sind "leere" unbeschriebene CDs.
Folgende Medien können verarbeitet werden:
CD-R(recordable): einmal beschreibbare CDs. Es entsteht eine CD-ROM
CD-RW(re-writeable): wiederbeschreibbare, löschbare Datenträger.
Standard-CDs haben eine Kapazität von 650 MB bzw. 74 Minuten Audio. Durch
"Überbrennen" sind auch Kapzitäten von 700 MB (80 Min) bzw. 800 MB (90 Min)
möglich.
- DVD-ROM-Laufwerk
- In diesem Laufwerk können Digital Versatile Disks abgespielt werden. DVDs
sind eine weiterentwicklung der CD. Durch höhere Aufzeichnungsdichte und
Speicherung in mehreren Schichten sind Kapazitäten bis zu ca. 17 GB je DVD
möglich.
- DVD-Brenner
- derzeit gibt es keinen einheitlichen Standard
Vergleich: Oberfläche einer CD und einer DVD
